Arbeitsblatt: Körpererinnerungen bei DIS verstehen

Dieses Arbeitsblatt kann helfen, körperliche Symptome besser einzuordnen. Viele Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung erleben Schmerzen, Spannungen oder körperliche Reaktionen, die mit Trauma zusammenhängen können.

Der Körper reagiert manchmal schneller als das bewusste Denken. Dieses Arbeitsblatt hilft dabei, Muster zu erkennen.


Teil 1 – Wenn der Körper reagiert
Beschreibe eine Situation, in der dein Körper plötzlich stark reagiert hat.
Datum / Situation:
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Was genau ist passiert?
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Wo im Körper hast du etwas gespürt?
(z. B. Bauch, Kopf, Hals, Rücken)
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Wie hat sich das angefühlt?
(z. B. stechend, drückend, brennend, Übelkeit, Zittern)
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Wie stark war die Empfindung? (0–10)
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Wie lange hat sie angehalten?
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Teil 2 – Zusammenhang mit Anteilen
Manchmal sind Körpererinnerungen mit bestimmten Anteilen verbunden.
War ein bestimmter Anteil präsent?
□ Ja
□ Nein
□ Unsicher
Wenn ja: Welcher Anteil?
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Hat sich der Körperzustand bei einem Switch verändert?
□ Schmerz wurde stärker
□ Schmerz verschwand
□ Schmerz blieb gleich
Beschreibung:
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Teil 3 – Mögliche Trigger
Körpererinnerungen werden oft durch bestimmte Reize ausgelöst.
Gab es kurz davor:
□ Berührung
□ bestimmte Körperposition
□ Geruch
□ Stimme
□ Ort
□ Konflikt / Stress
□ intime Situation
□ anderes
Was könnte ein möglicher Auslöser gewesen sein?
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Teil 4 – Körpererinnerung oder aktuelle Verletzung?
Versuche vorsichtig einzuordnen.
Hat der Schmerz eine klare körperliche Ursache?
□ ja
□ nein
□ unklar

Ist der Schmerz plötzlich aufgetreten?
□ ja
□ nein

Ist er plötzlich wieder verschwunden?
□ ja
□ nein

Gab es gleichzeitig:
□ Angst
□ Flashback
□ Dissoziation
□ Wechsel eines Anteils

Wenn mehrere Punkte zutreffen, könnte es sich um eine Körpererinnerung handeln.

Wichtig: Körperliche Symptome sollten immer auch medizinisch abgeklärt werden.


Teil 5 – Was hat geholfen?
Welche Dinge haben den Körper beruhigt?
□ Grounding
□ Bewegung
□ Wärme / Kälte
□ Atemübungen
□ innerer Dialog mit Anteilen
□ Ablenkung
□ Unterstützung durch andere
Was genau hat geholfen?
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Teil 6 – Innerer Dialog
Wenn eine Körpererinnerung auftaucht, kann ein innerer Dialog helfen.
Möglicher innerer Satz:
„Ich merke, dass jemand im System sich erinnert. Der Schmerz ist eine Erinnerung. Wir sind jetzt im Hier und Jetzt. Wir sind erwachsen. Wir sind sicher.“
Eigene Worte:
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Teil 7 – Muster erkennen
Wenn dieses Arbeitsblatt mehrfach ausgefüllt wird, können sich Muster zeigen.
Zum Beispiel:
Der Schmerz tritt häufig auf, wenn
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Er tritt besonders auf, wenn dieser Anteil vorne ist
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Typische Körperstelle
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Typische Trigger
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Stabilisierung

Wenn eine Körpererinnerung auftaucht, können folgende Schritte helfen:
Umgebung wahrnehmen
  • Nenne fünf Dinge, die du sehen kannst.
Körper spüren
  • Drücke deine Füße fest in den Boden.
Orientierung
  • „Ich bin [Name]. Ich bin [Alter]. Ich bin in [Ort]. Es ist [Jahr].“
Kontakt mit Anteilen
  • „Ich weiß, dass jemand Schmerzen hat. Ich bin hier.“


Wichtiger Hinweis:
Körpererinnerungen können intensiv sein. Dieses Arbeitsblatt ersetzt keine Therapie. Wenn Körperreaktionen sehr belastend werden, kann es hilfreich sein, sie gemeinsam mit einer trauma-informierten Fachperson zu besprechen.


Der Körper erinnert sich – aber er kann auch lernen, dass die Gefahr vorbei ist.

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