Arbeitsblatt: "Nonverbale Anteile verstehen und begleiten"
Arbeitsblatt: "Nonverbale Anteile verstehen und begleiten"
Achte auf Signale, die nicht sprachlich sind:
Körperhaltung (z. B. Rückzug, Erstarren, Anspannung)
Mimik (traurig, erschrocken, leer)
Geräusche (Weinen, Seufzen, Atemmuster)
innere Bilder oder Szenen
plötzlich auftretende Körpergefühle
Notiere:
Welche Situation war gerade?
Was hat der Anteil „ohne Worte“ gezeigt?
Welche Situation war gerade?
Was hat der Anteil „ohne Worte“ gezeigt?
2. Akzeptieren
Schweigen ist auch Kommunikation.
Kein Drängen, kein Fordern von Worten.
Wertschätze die Anwesenheit: „Ich sehe dich.“
Erinnere dich: Der Anteil hat einen Grund, nicht zu sprechen.
Notiere:
Welcher Gedanke hilft dir, das Schweigen nicht als „Versagen“ zu sehen?
3. Ausdruck ermöglichen
Nonverbale Anteile brauchen oft andere Wege:
1. Kreative Wege
- Malen/Kritzeln – auch ohne „schön“, nur Farben und Formen.
- Ton/Knete – etwas formen, drücken, zerreißen.
- Collage – Bilder aus Zeitschriften oder Symbolkarten auswählen.
- Fotografien – Motive zeigen lassen, die „passen“.
2. Körperliche Ausdrucksformen
- Körperhaltung bewusst einnehmen (z. B. in Embryostellung legen, in die Ecke setzen).
- Bewegung – wippen, stampfen, schaukeln, laufen.
- Gesten – zeigen mit Hand, Kopf schütteln/nicken.
- Körperspannung – Druckkissen, Gewichtdecken, Fäuste ballen.
3. Gegenstände & Symbole
- Kuscheltiere oder Figuren auswählen und hinstellen.
- Steine, Muscheln, Alltagsobjekte legen lassen (z. B. ein Kreis = Schutz).
- Farbkarten oder Tücher zeigen (z. B. Rot = Angst, Blau = Ruhe).
- Symbolische Dinge in die Hand nehmen (Schlüssel, Feder, Stoffstück).
4. Sinneskanäle nutzen
- Musik – ein Lied wählen oder einfach Geräusche machen.
- Gerüche – etwas riechen lassen (Öl, Tee, Seife).
- Berührung – ein weiches Tuch, etwas Festes in der Hand.
- Temperatur – warmes Kissen, kalter Stein, Wasser.
5. Schreiben ohne Sprache
- Wörter ankreuzen (Liste mit Gefühlen/Bedürfnissen).
- Zeichen setzen (Kreuz, Strich, Punkt).
- Buchstaben kritzeln oder nur Anfangsbuchstaben.
- Farben codieren: Jeder Stift steht für eine Stimmung.
6. Innerer Dialog
- Andere Anteile „übersetzen“ lassen: „Mag jemand für dich sprechen?“
- Innere Bilder aufschreiben: Was taucht auf, wenn der Anteil da ist?
- Symbolisch sprechen: „Zeig es mir als Bild, nicht als Worte.“
Welche Ausdrucksform fühlt sich für dich sicher an?
Welche Materialien möchtest du bereithalten?
4. Übersetzen im Inneren
Manchmal können andere Anteile „übersetzen“, was nonverbale Anteile mitteilen wollen.
Frage leise nach innen: „Kann jemand mir helfen zu verstehen?“
Achte auf spontane Gedanken, Gefühle oder Bilder.
Notiere:
Wer im System könnte dabei unterstützen?
Gab es schon Situationen, in denen Übersetzung geklappt hat?
5. Sicherheit geben
Damit nonverbale Anteile überhaupt auftauchen, brauchen sie Schutz.
6. Kleine Schritte
Sprache kann kommen – muss aber nicht. Wichtig ist, dass der nonverbale Anteil ernstgenommen wird. Auch ein Blick, eine Geste oder eine Zeichnung sind gültige Botschaften.
Schreibe dir auf:
Welchen Satz möchtest du einem nonverbalen Anteil innerlich anbieten?
(Beispiel: „Du darfst auch ohne Worte hier sein.“)
Damit nonverbale Anteile überhaupt auftauchen, brauchen sie Schutz.
- Ruhige Umgebung, klare Grenzen
- Verlässliche Personen im Außen
- Rituale oder sichere Orte (Decke, Kuschelkissen, Licht)
6. Kleine Schritte
Sprache kann kommen – muss aber nicht. Wichtig ist, dass der nonverbale Anteil ernstgenommen wird. Auch ein Blick, eine Geste oder eine Zeichnung sind gültige Botschaften.
Schreibe dir auf:
Welchen Satz möchtest du einem nonverbalen Anteil innerlich anbieten?
(Beispiel: „Du darfst auch ohne Worte hier sein.“)