Arbeitsblatt: "Framing - Innere Bedeutungen neu rahmen"
Arbeitsblatt: "Framing - Innere Bedeutungen neu rahmen"
Dieses Arbeitsblatt unterstützt dich dabei, alte innere Bedeutungen („Rahmen“) zu erkennen und neue, realistischere Sichtweisen zu entwickeln. Framing ist kein Schönreden, sondern eine Neubewertung von Erfahrungen unter Berücksichtigung des damaligen Alters, der Situation und der heutigen Sicherheit.
1. Schritt: Alte Deutung erkennen
Viele Anteile tragen Überzeugungen in sich, die früher notwendig waren, um das Geschehen zu verstehen oder Kontrolle zu behalten.
Notiere hier typische Sätze oder Gedanken, die sich „wahr“ anfühlen, aber dich heute belasten.
Situation oder Erinnerung Alter damals (geschätzt) Alter Rahmen / innere Deutung
Beispiel: Wut des Vaters ca. 6 Jahre „Ich habe ihn wütend gemacht.“
2. Schritt: Kontext prüfen
Hilfreiche Fragen, um die damalige Bedeutung zu überprüfen:
Wie alt war ich in diesem Moment wirklich?
Welche Macht oder Verantwortung hatte ich damals tatsächlich?
Welche Informationen hatte ich nicht?
Was war die Absicht des alten Rahmens? (z. B. Schutz, Kontrolle, Vermeidung von Angst)
Welche Realität gilt heute?
→ Notiere stichwortartig deine Antworten oder sprich sie laut aus – wichtig ist, dass sie gehört werden.
3. Schritt: Neuen Rahmen formulieren
Nun kannst du versuchen, die Situation aus heutiger Perspektive zu formulieren.
Dabei geht es nicht um „Positivität“, sondern um eine sachlich korrekte, erwachsene Sichtweise.
4. Schritt: Körperliche Rückmeldung wahrnehmen
Framing wirkt nur dann stabil, wenn dein Körper die neue Sichtweise mitempfindet.
Nimm dir Zeit für eine kleine Wahrnehmungsübung:
Lies deinen neuen Satz laut vor.
Atme bewusst aus.
Spüre, wo im Körper Spannung oder Entlastung spürbar wird.
Notiere oder benenne, was du wahrnimmst (z. B. ruhiger, unsicher, erleichtert, eng, warm).
Neuer Satz Körperreaktion / Gefühl
5. Schritt: Integration und Wiederholung
Framing ist ein Prozess: Ein neuer Satz wirkt nicht sofort „wahr“. Das Gehirn braucht Wiederholungen und sichere Erfahrungen, um alte Muster zu verändern.
Hilfreiche Schritte:
6. Reflexion (frei notieren)
Dieses Arbeitsblatt unterstützt dich dabei, alte innere Bedeutungen („Rahmen“) zu erkennen und neue, realistischere Sichtweisen zu entwickeln. Framing ist kein Schönreden, sondern eine Neubewertung von Erfahrungen unter Berücksichtigung des damaligen Alters, der Situation und der heutigen Sicherheit.
1. Schritt: Alte Deutung erkennen
Viele Anteile tragen Überzeugungen in sich, die früher notwendig waren, um das Geschehen zu verstehen oder Kontrolle zu behalten.
Notiere hier typische Sätze oder Gedanken, die sich „wahr“ anfühlen, aber dich heute belasten.
Situation oder Erinnerung Alter damals (geschätzt) Alter Rahmen / innere Deutung
Beispiel: Wut des Vaters ca. 6 Jahre „Ich habe ihn wütend gemacht.“
2. Schritt: Kontext prüfen
Hilfreiche Fragen, um die damalige Bedeutung zu überprüfen:
Wie alt war ich in diesem Moment wirklich?
Welche Macht oder Verantwortung hatte ich damals tatsächlich?
Welche Informationen hatte ich nicht?
Was war die Absicht des alten Rahmens? (z. B. Schutz, Kontrolle, Vermeidung von Angst)
Welche Realität gilt heute?
→ Notiere stichwortartig deine Antworten oder sprich sie laut aus – wichtig ist, dass sie gehört werden.
3. Schritt: Neuen Rahmen formulieren
Nun kannst du versuchen, die Situation aus heutiger Perspektive zu formulieren.
Dabei geht es nicht um „Positivität“, sondern um eine sachlich korrekte, erwachsene Sichtweise.
| Alter Rahmen | Neuer Rahmen (heutige Sicht) |
|---|---|
| „Ich war schuld.“ | „Ich war ein Kind. Die Verantwortung lag bei den Erwachsenen.“ |
| „Ich hätte mich wehren müssen.“ | „Ich konnte mich nicht wehren, weil ich klein war und abhängig.“ |
| „Ich bin gefährlich für andere.“ | „Ich war gezwungen, Dinge zu tun, um zu überleben. Heute bestimme ich mein Handeln selbst.“ |
4. Schritt: Körperliche Rückmeldung wahrnehmen
Framing wirkt nur dann stabil, wenn dein Körper die neue Sichtweise mitempfindet.
Nimm dir Zeit für eine kleine Wahrnehmungsübung:
Lies deinen neuen Satz laut vor.
Atme bewusst aus.
Spüre, wo im Körper Spannung oder Entlastung spürbar wird.
Notiere oder benenne, was du wahrnimmst (z. B. ruhiger, unsicher, erleichtert, eng, warm).
Neuer Satz Körperreaktion / Gefühl
5. Schritt: Integration und Wiederholung
Framing ist ein Prozess: Ein neuer Satz wirkt nicht sofort „wahr“. Das Gehirn braucht Wiederholungen und sichere Erfahrungen, um alte Muster zu verändern.
Hilfreiche Schritte:
- Lies die neuen Sätze regelmäßig laut.
- Verankere sie im Alltag (z. B. als Notizkarte, Ankerwort oder inneren Satz).
- Besprich sie mit deiner Therapeutin oder einer vertrauten Person.
- Erlaube, dass verschiedene innere Sichtweisen gleichzeitig existieren dürfen.
Wie fühlt sich der neue Rahmen an?
Welche Anteile reagieren darauf – zustimmend, skeptisch, ängstlich?
Was brauchst du, damit der neue Rahmen sich sicher anfühlt?
✎ Notizen:
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Welche Anteile reagieren darauf – zustimmend, skeptisch, ängstlich?
Was brauchst du, damit der neue Rahmen sich sicher anfühlt?
✎ Notizen:
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Zusammenfassung
Framing ist kein „Umschreiben“ der Vergangenheit, sondern eine realistische Neubewertung.
Es hilft, alte Schutzdeutungen zu würdigen und ihnen eine erwachsene Perspektive hinzuzufügen.
Ziel ist innere Zusammenarbeit, nicht Korrektur.
Zusammenfassung
Framing ist kein „Umschreiben“ der Vergangenheit, sondern eine realistische Neubewertung.
Es hilft, alte Schutzdeutungen zu würdigen und ihnen eine erwachsene Perspektive hinzuzufügen.
Ziel ist innere Zusammenarbeit, nicht Korrektur.