Arbeitsblatt "Die Trauer um die Mutter, die ich nie hatte"

Viele Menschen mit komplexer Traumatisierung oder DIS trauern nicht nur um das, was geschehen ist.
Sie trauern auch um etwas anderes:
Die Mutter, die sie gebraucht hätten – aber nie hatten.

Diese Trauer ist oft schwer zu erkennen, weil sie sich hinter Hoffnung, Loyalität, Wut oder Sehnsucht verstecken kann.
Dieses Arbeitsblatt hilft, diese Trauer bewusst wahrzunehmen und ihr Raum zu geben.

1. Die Mutter, die ich gebraucht hätte
Stell dir vor, du beschreibst die Mutter, die du als Kind gebraucht hättest.
Wie wäre diese Mutter gewesen?
☐ liebevoll
☐ geduldig
☐ beschützend
☐ aufmerksam
☐ tröstend
☐ verlässlich

Was hätte diese Mutter getan?
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2. Was hätte diese Mutter mir gegeben?
Kinder brauchen bestimmte Dinge, um sich sicher zu entwickeln.
Was hätte diese Mutter dir gegeben?
☐ Trost, wenn du traurig warst
☐ Schutz vor Gefahren
☐ Aufmerksamkeit
☐ Verständnis für deine Gefühle
☐ Unterstützung



Welche Erfahrungen hättest du gebraucht?
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3. Was habe ich stattdessen erlebt?
Dieser Schritt kann schmerzhaft sein.
Gehe nur so weit, wie es sich sicher anfühlt.

Wie war meine tatsächliche Erfahrung mit meiner Mutter?
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4. Die Lücke erkennen
Zwischen der Mutter, die du gebraucht hättest, und der Mutter, die du hattest, kann eine große Lücke liegen.
Wie fühlt sich diese Lücke an?
☐ Traurigkeit
☐ Leere
☐ Wut
☐ Sehnsucht
☐ Verwirrung
Beschreibe dieses Gefühl:

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5. Welche Hoffnung habe ich lange festgehalten?
Viele Menschen halten lange an einer Hoffnung fest.
Zum Beispiel:
  • „Vielleicht ändert sie sich noch.“
  • „Vielleicht erkennt sie irgendwann, was passiert ist.“
  • „Vielleicht liebt sie mich doch.“
Welche Hoffnung habe ich getragen?
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6. Wenn diese Hoffnung langsam losgelassen wird
Was fühlt sich dabei besonders schwer an?
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Welche Gefühle tauchen auf?
☐ tiefe Traurigkeit
☐ Einsamkeit
☐ Leere
☐ Wut
☐ Erleichterung
Beschreibung:
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7. Trauer zulassen
Trauer kann viele Formen haben:
☐ weinen
☐ still sein
☐ schreiben
☐ reden
☐ sich erinnern
Was hilft mir, diese Trauer auszudrücken?
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8. Ein Brief an die Mutter, die ich gebraucht hätte (optional)
Du kannst einen Brief schreiben – nicht an die reale Mutter, sondern an die Mutter, die du gebraucht hättest.
Beispielanfänge:
  • „Ich hätte mir gewünscht, dass du …“
  • „Ich hätte gebraucht, dass du …“
  • „Als Kind habe ich mir so sehr gewünscht, dass …“
Eigene Worte:
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9. Ein Brief an mein jüngeres Ich

Stell dir vor, du sprichst zu dem Kind, das diese Mutter gebraucht hätte.
Was würdest du ihm sagen?
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10. Ein neuer Gedanke
Trauer bedeutet nicht, dass etwas falsch läuft.
Trauer bedeutet oft:
Ich erkenne an, was mir gefehlt hat.
Welche Gedanken helfen mir, diese Realität anzunehmen?
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Die Trauer um die Mutter, die man nie hatte, ist oft eine der tiefsten Trauern im Leben.
Sie bedeutet nicht, dass man schwach ist.
Sie bedeutet, dass man erkennt, wie viel ein Kind eigentlich gebraucht hätte.
Und dass dieses Bedürfnis real und berechtigt war.


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