Arbeitsblatt: "Das Gesamtsystem aus der elterlichen Abhängigkeit lösen"

Dieses Arbeitsblatt hilft dabei, die Inhalte des Artikels auf das eigene System zu übertragen.
Nimm dir Zeit beim Ausfüllen. Du musst nicht alles auf einmal bearbeiten.
Wenn einzelne Fragen zu schwierig werden, kannst du jederzeit pausieren.


1. Welche Anteile gibt es im System?
Bei DIS haben verschiedene Anteile oft sehr unterschiedliche Beziehungen zu den Eltern.
Versuche zu beschreiben, welche Perspektiven in deinem System existieren.
Welche Anteile gibt es, wenn es um Mama oder Papa geht?
Beispiele können sein:
  • ein Anteil, der Nähe sucht
  • ein Anteil, der Angst hat
  • ein Anteil, der wütend ist
  • ein Anteil, der loyal bleiben möchte
  • ein Anteil, der Abstand will
Notizen:
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Anteil 1:
Wie alt fühlt er sich?
Wie sieht er die Eltern?

Anteil 2:
Wie alt fühlt er sich?
Wie sieht er die Eltern?

Anteil 3:
Wie alt fühlt er sich?
Wie sieht er die Eltern?

Anteil 4:

Wie alt fühlt er sich?
Wie sieht er die Eltern?

2. Unterschiedliche Gefühle im System
Oft existieren mehrere Gefühle gleichzeitig.
Welche Gefühle tauchen in deinem System auf, wenn es um die Eltern geht?
☐ Sehnsucht
☐ Angst
☐ Wut
☐ Schuldgefühle
☐ Loyalität
☐ Trauer
☐ Hoffnung
☐ Verwirrung
Welche Gefühle sind besonders stark?
Notizen:
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3. Was möchte jeder Anteil?
Manchmal wollen verschiedene Anteile völlig unterschiedliche Dinge.
Versuche aufzuschreiben, was jeder Anteil möchte.

Beispiel:
Kind-Anteil: „Ich möchte Mama sehen."
Beschützer-Anteil: „Ich möchte keinen Kontakt."
Loyaler Anteil: „Wir dürfen sie nicht verlassen."
Welche Wünsche gibt es in deinem System?
Notizen:
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4. Wie sprechen die Anteile miteinander?
Manche Systeme erleben viele innere Konflikte.
Überlege:
Wie sprechen die Anteile miteinander?
☐ Sie hören einander zu
☐ Sie streiten oft
☐ Manche Anteile werden übergangen
☐ Manche Anteile haben große Angst zu sprechen
Wie fühlt sich die Kommunikation im System an?
Notizen:
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5. Welche Erfahrungen gab es mit den Eltern?
Viele Systeme haben sehr unterschiedliche Erinnerungen.
Versuche vorsichtig aufzuschreiben:

Welche guten Erinnerungen gibt es?
Notizen:
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Welche schmerzhaften Erinnerungen gibt es?
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(Notiere nur so viel, wie sich sicher anfühlt.)


6.  Welcher Preis kostet die Abhängigkeit?
Die emotionale Abhängigkeit von den Eltern kann das heutige Leben stark beeinflussen.
Überlege gemeinsam mit deinem System:
Was kostet uns diese Abhängigkeit?
  • Beispiele:
  • Energie
  • Stabilität
  • Sicherheit
  • eigene Entscheidungen
  • Beziehungen zu anderen Menschen
Unsere persönlichen Kosten:
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7. Welche Hoffnung gibt es noch?
Viele Anteile hoffen noch auf Veränderung.
Beispiele:
  • „Vielleicht verstehen sie uns irgendwann."
  • „Vielleicht entschuldigen sie sich."
  • „Vielleicht werden sie doch noch liebevoll."
Welche Hoffnungen existieren in deinem System?
Notizen:
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8. Welche Realität sehen andere Anteile?
Manche Anteile sehen die Situation realistischer.
Welche Beobachtungen gibt es im System über die Eltern?
Beispiele:
Was hat sich in den letzten Jahren tatsächlich verändert?
Welche Muster wiederholen sich?
Notizen:
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9. Welche Möglichkeiten gibt es für den Umgang mit den Eltern?
Ein System kann verschiedene Entscheidungen treffen.
Mögliche Optionen:
☐ Kontakt mit klaren Grenzen
☐ seltener Kontakt
☐ minimaler Kontakt
☐ vollständiger Kontaktabbruch
Welche Möglichkeiten erscheinen dem System aktuell denkbar?
Notizen:
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10. Was braucht jeder Anteil, um sich sicher zu fühlen?
Wenn Veränderungen stattfinden, brauchen viele Anteile Schutz und Unterstützung.
Überlege:
Was würde einzelnen Anteilen helfen?
Beispiele:
Kind-Anteil braucht:
☐ Trost
☐ Sicherheit
☐ jemanden, der zuhört
Beschützer-Anteil braucht:
☐ klare Grenzen
☐ Kontrolle über gefährliche Situationen
Andere Anteile brauchen vielleicht etwas anderes:
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11. Unser inneres Unterstützungsnetz
Wenn die Sehnsucht nach den Eltern sehr stark wird, kann Unterstützung helfen.
Wer oder was kann dem System helfen?
Beispiele:
☐ Therapeutin / Therapeut
☐ vertraute Freunde
☐ Selbsthilfegruppen
☐ beruhigende Aktivitäten
☐ sichere Orte
Unser persönliches Unterstützungsnetz:
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12. Kleine Schritte der Ablösung
Ablösung passiert selten auf einmal.
Welche kleinen Schritte könnten möglich sein?
Beispiele:
  • ein inneres Gespräch führen
  • eine Grenze formulieren
  • einen Kontakt bewusst vorbereiten
  • Unterstützung suchen
Welche kleinen Schritte erscheinen deinem System machbar?
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13. Raum für Gedanken
Hier können alle Anteile noch etwas hinzufügen.
Was möchten die Anteile noch sagen?
Notizen:
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Die Ablösung von den Eltern ist für viele Menschen mit DIS ein langer Prozess.

Unterschiedliche Anteile brauchen unterschiedliche Dinge.

Es ist in Ordnung, wenn das System Zeit braucht.
Es ist in Ordnung, wenn Entscheidungen nicht sofort klar sind.

Der wichtigste Schritt ist oft der erste:
Dass die Anteile beginnen, einander zuzuhören.


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