Arbeitsblatt "HPA-Achse und Dissoziative Identitätsstörung"

1. Kurzüberblick – Was passiert in meinem Körper?
Die HPA-Achse steuert die Stressreaktion:
Stressor → Hypothalamus (CRH) → Hypophyse (ACTH) → Nebennierenrinde (Cortisol)

Bei DIS kann dieses System:
☐ Überaktiv sein (Hyperarousal)
☐ Unteraktiv sein (Hypoarousal)
☐ Zwischen beidem wechseln

Teil 1 – Selbstbeobachtung: Mein Stressmuster

A. Hinweise auf Hyperaktivierung (zu viel Cortisol)
Bitte ankreuzen, was häufig zutrifft:
☐ Innere Daueranspannung
☐ Herzklopfen ohne klaren Grund
☐ Schlafprobleme (v. a. Einschlafen)
☐ Erhöhte Reizbarkeit
☐ Überreaktion auf kleine Auslöser
☐ Starkes Kontrollbedürfnis
☐ Erhöhte Schreckhaftigkeit
☐ Nächtliches Grübeln
Zusatznotizen:
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B. Hinweise auf Hypoaktivierung (zu wenig Cortisol / „Shutdown“)
☐ Ständige Erschöpfung
☐ Benommenheit / „Nebel im Kopf“
☐ Dissoziative Zustände
☐ Gedämpfte Emotionen
☐ Antriebslosigkeit
☐ Niedriger Blutdruck / Schwindel
☐ Gefühl von innerer Leere
☐ Schwierigkeit, in Stresssituationen zu reagieren
Zusatznotizen:
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C. Wechselnde Muster
☐ Morgens erschöpft, abends überdreht
☐ Phasen extremer Aktivierung wechseln mit Kollaps
☐ Unterschiedliche Zustände zeigen unterschiedliche Reaktionen
Beschreibung:
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Teil 2 – Anteilsspezifische Stressreaktionen
Falls bekannt, bitte getrennt betrachten.

Anteil / Zustand 1:
Stressreaktion:
☐ Hyper
☐ Hypo
☐ Wechselnd
Typische körperliche Zeichen:
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Anteil / Zustand 2:
Stressreaktion:
☐ Hyper
☐ Hypo
☐ Wechselnd
Typische körperliche Zeichen:
....................................................................
Anteil / Zustand 3:
Stressreaktion:
☐ Hyper
☐ Hypo
☐ Wechselnd
Typische körperliche Zeichen:
....................................................................


Teil 3 – Meine Trigger und Reaktionen

Trigger:
Körperreaktion:
Dissoziation?
Dauer:


Teil 4 – Frühwarnzeichen erkennen
Meine ersten Anzeichen von Überaktivierung:
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Meine ersten Anzeichen von Unteraktivierung:
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Teil 5 – Regulationsstrategien nach Aktivierungszustand

Bei Hyperaktivierung
Ziel: Parasympathikus aktivieren
☐ Langsame Bauchatmung (4–6 Atemzüge/Minute)
☐ Kaltes Wasser ins Gesicht
☐ Progressive Muskelentspannung
☐ Reizarme Umgebung
☐ Klare äußere Struktur
☐ Sichere Person kontaktieren
Was hilft mir am zuverlässigsten?
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Bei Hypoaktivierung / Dissoziation
Ziel: Aktivierung erhöhen
☐ Bewegung (z. B. zügiges Gehen)
☐ Sensorische Reize (Gerüche, Geschmack)
☐ Lautes Zählen oder Rechenaufgaben
☐ Kälte- oder Druckreize
☐ Klare Orientierung („Heute ist…, ich bin hier…“)
Was hilft mir am zuverlässigsten?
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Teil 6 – Schlaf und Tagesrhythmus
Mein Schlaf:
☐ Einschlafprobleme
☐ Durchschlafprobleme
☐ Frühes Erwachen
☐ Nicht erholsam
Regelmäßige Schlafzeit:
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Abendliche Stressoren:
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Teil 7 – Medizinische Abklärung (optional)
Wurde bereits geprüft?
☐ Morgen-Cortisol
☐ Abend-Cortisol
☐ Schilddrüse
☐ Eisen / Vitamin D
☐ Blutzucker
Ergebnisse / Notizen:
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....................................................................

Teil 8 – Sicherheitssatz für das Nervensystem
Formulieren Sie einen realistischen Satz, der Sicherheit signalisiert:
Beispiel:
„Die Situation ist vorbei. Ich bin heute erwachsen. Ich bin jetzt sicher.“
Mein Sicherheits-Satz:
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Teil 9 – Langfristiger Plan
Was reduziere ich konkret?
☐ Überforderung
☐ Schlafmangel
☐ Reizüberflutung
☐ Koffein
☐ Innere Konflikte
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Was baue ich konkret auf?
☐ Struktur
☐ Bewegung
☐ Therapie
☐ Innere Kommunikation
☐ Soziale Unterstützung

Konkreter nächster Schritt:
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HPA-Dysregulation bedeutet nicht „kaputt“.
Sie bedeutet: Das System hat gelernt zu überleben.
Neurobiologisch ist die Achse plastisch.
Rezeptordichte, Rückkopplung und Cortisolrhythmus können sich unter stabiler Sicherheit teilweise normalisieren.

Regulation entsteht durch:
• wiederholte sichere Erfahrungen
• vorhersehbare Strukturen
• Traumaverarbeitung
• Reduktion chronischer Alarmzustände


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