Arbeitsblatt: Warum wir so oft nachdenken statt zu fühlen

Dieses Arbeitsblatt dient der Selbstbeobachtung und Einordnung. Es soll helfen zu verstehen, wann Denken die Führung übernimmt, warum das so ist und welche Funktion dies im eigenen System erfüllt. 

1. Eigene Beobachtung: Wie zeigt sich Denken bei mir?
Beschreibe möglichst konkret, wie sich „Denken statt Fühlen“ bei dir äußert.
In welchen Situationen analysiere ich besonders viel?
Welche inneren Sätze tauchen dann häufig auf?
Wie fühlt sich mein Körper dabei an (falls wahrnehmbar)?
Notizen:

2. Auslöser erkennen
Denken übernimmt oft nicht zufällig, sondern als Reaktion auf bestimmte Reize.
Kreuze an oder ergänze:
☐ Konflikte mit anderen Menschen
☐ Nähe / Bindung
☐ Kritik oder Bewertung
☐ Zeitdruck
☐ Unklarheit / Kontrollverlust
☐ Erinnerungsfragmente
☐ Körperliche Zustände (Müdigkeit, Schmerzen, Hunger)
Weitere mögliche Auslöser:

3. Funktion des Denkens
Jede Schutzstrategie hat eine Aufgabe. Beantworte die Fragen ehrlich, nicht moralisch.
Was verhindert das Denken in diesen Momenten?
Wovor schützt es mich?
Was würde wahrscheinlich passieren, wenn das Denken wegfiele?
Notizen:

4. Verhältnis von Denken und Fühlen im System
Manche Anteile fühlen, andere denken. Dieses Feld dient der Einordnung.
Gibt es Anteile, die primär analysieren?
Gibt es Anteile, die Gefühle tragen?
Wissen diese voneinander?
Notizen:

5. Sicherheitsskala
Bewerte dein aktuelles Gefühl von innerer Sicherheit.
0 = keine Sicherheit
10 = vollständig sicher
Aktueller Wert: ☐0 ☐1 ☐2 ☐3 ☐4 ☐5 ☐6 ☐7 ☐8 ☐9 ☐10
Optional:
Was erhöht Sicherheit?
Was senkt sie?

6. Mini-Reflexion (optional)
Vervollständige die Sätze, wenn es stimmig ist:
Mein Denken hilft mir, indem es ____________________________.
Ich muss Gefühle nicht erzwingen, weil ______________________.
Sicherheit zeigt sich bei mir zuerst durch ____________________.


Denken ist kein Gegner von Fühlen, sondern oft dessen Vorhut.
Das bedeutet: Das Denken geht vor, um das Gelände zu sichern, bevor Gefühle überhaupt auftauchen dürfen. - Erst wenn das Nervensystem Sicherheit wahrnimmt, kann sich Wahrnehmung erweitern.


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