Arbeitsblatt: "Vom Fragment zur Kohärenz" (Dosierter Kontakt)
Arbeitsblatt: "Vom Fragment zur Kohärenz" (Dosierter Kontakt)
Ziel: Dieses Arbeitsblatt hilft, Gefühle und Erinnerungen in ihren zeitlichen und körperlichen Kontext zu bringen. Es dient der Selbstbeobachtung während oder nach kurzen, bewussten Kontakten zu emotionalem Material.
Ziel ist nicht, „mehr“ zu fühlen, sondern Fühlen und Wissen gleichzeitig zu halten – damit das Gehirn (insbesondere der Hippocampus) den Kontext ergänzen kann.
Anleitung:
Wähle eine Situation, ein Gefühl oder eine Erinnerung, die du für kurze Zeit bewusst zulassen kannst, ohne überflutet zu werden. Beobachte, was du körperlich und emotional wahrnimmst. Ordne das Erlebte in Zeit, Ort und aktuelle Realität ein. Schließe die Übung mit einem Gegenwarts-Satz ab („Ich bin hier, es ist jetzt“).
Schritt 3 – Kontext (Ort, Zeit, Situation)
Ordne zu, wann und wo das Gefühl ursprünglich hingehört.
Beispiel: „Damals: Schlafzimmer, Nacht, laute Stimmen.“
Wenn kein klares Bild da ist: notiere einfach, was du vermutest oder wahrnimmst.
Ergänzende Beobachtungsfragen
Welche Körperzone war zuerst aktiv? (z. B. Brust, Bauch, Hände)
Wie stark war die Reaktion (Skala 0–10)?
Wie lange dauerte sie, bis Beruhigung einsetzte?
Gab es einen Moment, in dem Denken und Fühlen gleichzeitig möglich waren?
Welche Handlung oder Wahrnehmung half, wieder im Hier und Jetzt zu bleiben? (z. B. Atmung, Umgebung wahrnehmen, Bewegung)
Nach der Übung
Schließe mit einem Gegenwartsanker-Satz, z. B.:
„Ich befinde mich im Jahr 2025.“
„Ich spüre meinen Körper hier im Raum.“
„Mein Gehirn reagiert auf Erinnerung, nicht auf Gefahr.“
Notiere kurz, wie du dich nach der Übung fühlst – nicht bewerten, nur wahrnehmen.
Wiederhole diese Form der Einordnung regelmäßig in kleinen Dosen.
Ziel des Prozesses
Durch wiederholte, dosierte Einordnung lernen präfrontaler Kortex, Hippocampus und limbisches System, gleichzeitig aktiv zu bleiben. Das fördert neuronale Kopplung, Integration und Kohärenz.
So wird Erinnerung allmählich zu Vergangenheit – und das Selbstgefühl wieder stabil und zusammenhängend.
Ziel: Dieses Arbeitsblatt hilft, Gefühle und Erinnerungen in ihren zeitlichen und körperlichen Kontext zu bringen. Es dient der Selbstbeobachtung während oder nach kurzen, bewussten Kontakten zu emotionalem Material.
Ziel ist nicht, „mehr“ zu fühlen, sondern Fühlen und Wissen gleichzeitig zu halten – damit das Gehirn (insbesondere der Hippocampus) den Kontext ergänzen kann.
Anleitung:
Wähle eine Situation, ein Gefühl oder eine Erinnerung, die du für kurze Zeit bewusst zulassen kannst, ohne überflutet zu werden. Beobachte, was du körperlich und emotional wahrnimmst. Ordne das Erlebte in Zeit, Ort und aktuelle Realität ein. Schließe die Übung mit einem Gegenwarts-Satz ab („Ich bin hier, es ist jetzt“).
Schritt 1 – Gefühl oder Erinnerung
Beschreibe das, was du wahrnimmst (z. B. Angst, Druck im Brustkorb, Bild einer bestimmten Szene).
Keine Bewertung, nur Beobachtung.
Beispiel: „Ich sehe einen Raum, ich spüre Enge, ich erinnere mich an Streit.“
Beschreibe das, was du wahrnimmst (z. B. Angst, Druck im Brustkorb, Bild einer bestimmten Szene).
Keine Bewertung, nur Beobachtung.
Beispiel: „Ich sehe einen Raum, ich spüre Enge, ich erinnere mich an Streit.“
Schritt 2 – Körperreaktion oder sensorisches Signal
Notiere, wie der Körper reagiert (z. B. Herzklopfen, Zittern, Schwindel, Taubheit).
Erkenne, dass körperliche Aktivierung Teil des alten Stressmusters ist.
Beispiel: „Meine Hände kribbeln, der Atem wird flacher.“
Notiere, wie der Körper reagiert (z. B. Herzklopfen, Zittern, Schwindel, Taubheit).
Erkenne, dass körperliche Aktivierung Teil des alten Stressmusters ist.
Beispiel: „Meine Hände kribbeln, der Atem wird flacher.“
Schritt 3 – Kontext (Ort, Zeit, Situation)
Ordne zu, wann und wo das Gefühl ursprünglich hingehört.
Beispiel: „Damals: Schlafzimmer, Nacht, laute Stimmen.“
Wenn kein klares Bild da ist: notiere einfach, was du vermutest oder wahrnimmst.
Schritt 4 – Aktueller Realitätsbezug
Beschreibe deine reale, gegenwärtige Umgebung.
Beispiel: „Heute: Ich sitze am Schreibtisch, 2025, im Tageslicht, alles ist ruhig.“
Das signalisiert dem Gehirn: Das Erlebte ist Vergangenheit, nicht Gegenwart.
Beschreibe deine reale, gegenwärtige Umgebung.
Beispiel: „Heute: Ich sitze am Schreibtisch, 2025, im Tageslicht, alles ist ruhig.“
Das signalisiert dem Gehirn: Das Erlebte ist Vergangenheit, nicht Gegenwart.
Schritt 5 – Nachverarbeitung / Erkenntnis
Formuliere einen Satz, der beides zusammenbringt – das alte Gefühl und die aktuelle Realität.
Beispiel: „Mein Körper erinnert sich, aber ich bin heute sicher.“
Oder: „Das war damals, nicht jetzt.“
Formuliere einen Satz, der beides zusammenbringt – das alte Gefühl und die aktuelle Realität.
Beispiel: „Mein Körper erinnert sich, aber ich bin heute sicher.“
Oder: „Das war damals, nicht jetzt.“
Ergänzende Beobachtungsfragen
Welche Körperzone war zuerst aktiv? (z. B. Brust, Bauch, Hände)
Wie stark war die Reaktion (Skala 0–10)?
Wie lange dauerte sie, bis Beruhigung einsetzte?
Gab es einen Moment, in dem Denken und Fühlen gleichzeitig möglich waren?
Welche Handlung oder Wahrnehmung half, wieder im Hier und Jetzt zu bleiben? (z. B. Atmung, Umgebung wahrnehmen, Bewegung)
Nach der Übung
Schließe mit einem Gegenwartsanker-Satz, z. B.:
„Ich befinde mich im Jahr 2025.“
„Ich spüre meinen Körper hier im Raum.“
„Mein Gehirn reagiert auf Erinnerung, nicht auf Gefahr.“
Notiere kurz, wie du dich nach der Übung fühlst – nicht bewerten, nur wahrnehmen.
Wiederhole diese Form der Einordnung regelmäßig in kleinen Dosen.
Ziel des Prozesses
Durch wiederholte, dosierte Einordnung lernen präfrontaler Kortex, Hippocampus und limbisches System, gleichzeitig aktiv zu bleiben. Das fördert neuronale Kopplung, Integration und Kohärenz.
So wird Erinnerung allmählich zu Vergangenheit – und das Selbstgefühl wieder stabil und zusammenhängend.