Von der Überforderung zur Balance
Überforderung begleitet viele Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung (DIS).
Früher war das Leben geprägt von zu viel: zu viel Gewalt, zu viel Angst, zu viel Verantwortung für ein Kind. Das Nervensystem lernte: „Es ist immer zu viel, ich kann es nicht bewältigen.“ Heute taucht dieses Gefühl in Alltag und Triggern wieder auf:
Es heißt: Ich finde mein Maß. Ich darf dosieren. Ich darf auch weniger tun.
Gefühle: Panik, Chaos, Hilflosigkeit.
Balance heißt: Ich finde mein Maß. Ich darf weniger tun. Ich darf mich entlasten.
Jeder kleine Schritt zur Balance sendet eine neue Botschaft:
Früher war das Leben geprägt von zu viel: zu viel Gewalt, zu viel Angst, zu viel Verantwortung für ein Kind. Das Nervensystem lernte: „Es ist immer zu viel, ich kann es nicht bewältigen.“ Heute taucht dieses Gefühl in Alltag und Triggern wieder auf:
- Jede Kleinigkeit wird zu einer riesigen Last.
- Man bricht zusammen oder schaltet ab.
- Manche Anteile drängen zur Flucht, andere zur Erstarrung.
Es heißt: Ich finde mein Maß. Ich darf dosieren. Ich darf auch weniger tun.
Schemaübung: Von der Überforderung zur Balance in 7 Schritten
1. Auslöser erkennen
Eine Situation löst Druck aus: zu viele Aufgaben, zu viel Nähe, zu viele Reize.2. Körperliche und emotionale Signale wahrnehmen
Körper: Herzrasen, Kopfschmerzen, Enge im Brustkorb.Gefühle: Panik, Chaos, Hilflosigkeit.
3. Innehalten
Sich innerlich erlauben: „Stopp – ich muss nicht alles auf einmal tun.“4. Handlungsspielraum finden
Frage: „Was ist jetzt das Wichtigste? Was kann warten?“5. Einen kleinen Schritt wählen
Beispiel: Nur die Tasse abwaschen, nur den nächsten Satz schreiben, nur den Raum lüften.6. Wirkung beobachten
Spüren: „Es wird ein Stück leichter. Ein Teil ist geschafft.“7. Anerkennen
Innerlich würdigen: „Ich habe dosiert – ich habe Balance gefunden.“
Weitere Wege zur Balance
Aufgaben teilen
Eine große Aufgabe in kleine Etappen zerlegen.Realistische To-do-Liste
Nur drei Dinge pro Tag notieren – und Erfolge sichtbar abhaken.Zeit strukturieren
Pausen bewusst einplanen: Timer stellen, zwischen Arbeit und Ruhe abwechseln.Sich selbst fragen:
„Was ist genug für heute?“ – statt: „Was fehlt noch?“Anteile einbeziehen
Einen Anteil fragen: „Was brauchst du, um weniger überfordert zu sein?“Entlastende Rituale
Nach Belastung bewusst abschalten: Musik hören, Tee trinken, Kerze anzünden.Unterstützung annehmen
Stärke heißt auch: Hilfe einfordern und Aufgaben teilen.Reize reduzieren
Einen Raum abdunkeln, Kopfhörer nutzen, Handy weglegen.Balance körperlich spüren
Schaukeln, auf einem Bein stehen, bewusst atmen – den Körper ins Gleichgewicht bringen.„Gut genug“ akzeptieren
Nicht Perfektion, sondern Balance zählt: „Es ist genug, was ich getan habe.“Überforderung war einst Alltag – das Nervensystem lebte ständig im Zuviel.
Doch heute darf Balance entstehen.
Balance heißt: Ich finde mein Maß. Ich darf weniger tun. Ich darf mich entlasten.
Jeder kleine Schritt zur Balance sendet eine neue Botschaft:
„Ich bin nicht mehr ausgeliefert – ich darf im Gleichgewicht sein.“