Von der Abhängigkeit zur Selbstbestimmung in Beziehungen

Abhängigkeit war früher oft an Beziehungen gebunden: „Ich brauche dich, sonst bin ich verloren.“

Dieses Muster lebt bis heute fort:

  • Beziehungen werden klammernd.
  • Angst vor Verlassenwerden bestimmt das Handeln.
  • Innere Anteile erleben Panik, wenn Distanz entsteht.

Das Gegengewicht heißt Selbstbestimmung in Beziehungen.

Das bedeutet: Ich darf Nähe haben, ohne meine Freiheit zu verlieren. Ich darf selbst bestimmen, wie nah oder fern ich sein möchte.


Schemaübung: Von der Abhängigkeit zur Selbstbestimmung in Beziehungen in 7 Schritten


Auslöser erkennen

Jemand zieht sich zurück → Angst.

Gefühle wahrnehmen

Leere im Brustkorb, Klammerimpuls.

Innere Erlaubnis geben

„Ich darf Nähe wollen – und ich darf Distanz brauchen.“

Handlungsspielraum prüfen

„Was möchte ich in dieser Beziehung?“

Kleine Handlung ausführen

Beispiel: Eigene Bedürfnisse benennen oder kurze Pause nehmen.

Wirkung beobachten

„Ich habe selbst entschieden – ich fühle mich freier.“

Anerkennen

„Ich kann Nähe gestalten – und bleibe trotzdem ich.“



Weitere Wege zur Selbstbestimmung in Beziehungen

Eigene Bedürfnisse klar formulieren

„Ich möchte …“ macht die Position sichtbar.

Grenzen setzen

Ein klares „Nein“ schützt vor Überanpassung.

Nähe dosieren

Kleine Schritte ausprobieren, wie viel angenehm ist.

Anteile beruhigen 

„Distanz heißt nicht Verlust.“

Beziehungen bewusst auswählen

Fragen: Wer tut mir gut?

Notizbuch führen

 Dokumentiert: Wann bin ich selbstbestimmt, wann abhängig?

Eigene Zeiträume schützen

Momente allein pflegen signalisiert: Ich bleibe ich.

Ehrlich sein

Nähe darf Wunsch sein, nicht Pflicht.

Vertrauen langsam aufbauen

Kleine positive Erfahrungen sammeln.

Selbstfürsorge nicht vergessen

Erinnert: Beziehungen sind Ergänzung, nicht Überleben.



 

Früher war Abhängigkeit in Beziehungen unausweichlich.

Heute darf Selbstbestimmung entstehen – Nähe ohne Verlust, Distanz ohne Angst.

„Ich darf wählen, wie nah oder fern ich sein möchte.“

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