Methoden, wie du mit deinen Anteilen in Kontakt kommen kannst

Innerer Dialog in Gedanken

Du kannst dir vorstellen, dass du im Kopf mit einem Anteil sprichst. So wie ein inneres Gespräch: „Wie geht es dir?“ – „Was brauchst du gerade?“
Vorteil: jederzeit und überall anwendbar, auch unterwegs.

Schreiben im Tagebuch

Setz dich hin und schreibe wie in einem Dialog: du stellst Fragen, der Anteil antwortet. Unterschiedliche Farben oder Handschriften können helfen, die Stimmen zu unterscheiden.
Vorteil: Gedanken werden sichtbar, später nachlesbar.

Zeichnen oder Malen

Anteile können sich bildlich ausdrücken. Gib ihnen Stifte und Papier: ein Symbol, ein Tier, eine Szene. Danach kannst du das Bild „befragen“.
Vorteil: Zugang zu Gefühlen, die sich schwer in Worte fassen lassen.

Brief an einen oder mehrere Anteile

Schreibe einen persönlichen Brief an einen Anteil: „Ich sehe dich. Ich danke dir. Ich möchte dich besser verstehen.“ Der Anteil darf innerlich oder schriftlich antworten.
Vorteil: fördert Wertschätzung und Beziehung.

Stuhltechnik

Setze zwei Stühle im Raum. Auf dem einen sitzt „du“, auf dem anderen ein bestimmter Anteil. Wechsle die Plätze und sprich abwechselnd aus beiden Perspektiven.
Vorteil: körperlich spürbar, klare Trennung der Stimmen.

Körperwahrnehmung

Viele Anteile äußern sich über Körpergefühle (Druck, Enge, Zittern). Nimm das ernst und frage innerlich: „Wer fühlt das? Was willst du mir zeigen?“
Vorteil: verbindet Psyche und Körper, frühzeitige Signale.

Innere Bilderreise

Stell dir einen sicheren inneren Ort vor (z. B. einen Garten oder ein Haus). Lade einen Anteil dorthin ein, setz dich „zusammen“ auf eine Bank und rede miteinander.
Vorteil: schafft Schutzrahmen, erleichtert Zugang.

Symbolische Gegenstände

Lege kleine Figuren, Steine oder Symbole hin. Jeder steht für einen Anteil. Schiebe sie so, dass sie zueinander in Beziehung treten, und „höre“, was sie dazu sagen.
Vorteil: macht Dynamiken sichtbar, auch nonverbal.

Fragen ans System

Manchmal reicht eine offene Frage ins Innere: „Wer von euch ist gerade da?“ oder „Möchte jemand etwas sagen?“ – oft meldet sich dann ein Anteil spontan.
Vorteil: ermutigt stille Anteile, Raum zu bekommen.

Therapeutische Unterstützung

Ein sicherer Rahmen (Therapeutin, Begleiterin) kann helfen, die Kommunikation zu moderieren. Sie können Fragen stellen oder deine Antworten spiegeln.
Vorteil: Schutz, Struktur, weniger Überforderung.

Wichtig:

Es geht nicht darum, Anteile zu „zwingen“ zu reden. Kommunikation entsteht durch Geduld, Respekt und Wiederholung. Jeder Anteil darf selbst bestimmen, wann und wie er sich äußert.


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