Arbeitsblatt "Was stabilisiert mich und mein System?"
Arbeitsblatt: Was stabilisiert mich und mein System?
Bei einer Dissoziativen Identitätsstruktur (DIS) sind nicht nur einzelne Momente von Instabilität wichtig, sondern auch das ganze System – alle Anteile, die miteinander leben und zusammenwirken. Dieses Arbeitsblatt soll helfen, zu erkennen, was dich persönlich und was dein System insgesamt stärkt und stabilisiert.
1. Woran merke ich, dass wir instabil sind?
☐ Plötzliche Stimmungswechsel oder widersprüchliche Gefühle.
☐ Mehrere Anteile drängen gleichzeitig nach vorne.
☐ Orientierung in Zeit, Ort oder Situation geht verloren.
☐ Es entstehen Erinnerungslücken oder Verwirrung.
☐ Das innere Miteinander wirkt chaotisch oder konflikthaft.
☐ Überreizung durch Geräusche, Licht oder Gerüche.
☐ Überflutende Flashbacks oder Albträume.
☐ Starke Erschöpfung oder Rückzug.
2. Was stabilisiert mich im Alltag?
☐ Körperliche Anker (Bodenkontakt, Decke, Atmung).
☐ Routinen und feste Tagesstruktur.
☐ Realitätsanker (Datum, Uhrzeit, Ort benennen).
☐ Bewegung (Spaziergang, Dehnen, kleine Übungen).
☐ Kreativer Ausdruck (Schreiben, Malen, Musik).
☐ Naturerfahrung (frische Luft, Pflanzen, Tiere).
☐ Selbstberuhigende Sätze („Ich bin hier. Es ist vorbei.“).
☐ Ruhige Umgebung schaffen, Reize reduzieren.
☐ Kontakt zu vertrauten Menschen.
☐ Eigene Idee: _____________________________
3. Was stabilisiert mein System?
☐ Innere Kommunikation – Anteile wahrnehmen und benennen.
☐ Absprachen treffen („Wer macht heute was?“).
☐ Gemeinsame Rituale (z. B. Lieblingsmusik, feste Abendroutine).
☐ Innere Orientierung: Wer ist gerade vorne?
☐ Innere Orte nutzen (sicherer Ort, Rückzugsraum).
☐ Schreiben im Tagebuch für alle Anteile.
☐ Ein Symbol oder Gegenstand als gemeinsamer Anker.
☐ Therapeutische Begleitung gemeinsam nutzen.
☐ System-Notfallkoffer vorbereiten.
☐ Eigene Idee: _____________________________
4. Unsere Favoriten (5 auswählen)
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5. Erinnerung für den Alltag
☐ Liste sichtbar aufbewahren (z. B. am Schreibtisch oder im Handy).
☐ Täglich eine Mini-Stabilisierung anwenden, auch ohne Notfall.
☐ Bei innerer Unruhe zuerst einen Anker setzen, dann weiter überlegen.
Stabilität ist keine einmalige Leistung, sondern ein Prozess.
Jede kleine Handlung hilft, das System verlässlicher zu machen
– Schritt für Schritt.