Arbeitsblatt: "Sicherer Ort im Inneren" / "Innerer sicherer Ort"
Arbeitsblatt: "Sicherer Ort im Inneren" / "Innerer sicherer Ort"
1. Wozu ein innerer sicherer Ort?
- Ein innerer sicherer Ort ist ein bewusster innerer Rückzugsraum, den du mit deiner Vorstellungskraft erschaffst.
- Er ist immer verfügbar, unabhängig von äußeren Umständen.
- Er gibt dem Nervensystem die Botschaft: „Hier bin ich geborgen, hier bin ich geschützt.“
- Er dient als Stabilisierungswerkzeug in Momenten von Überflutung, Dissoziation oder Angst.
- Er kann ein Ort für Anteile sein, die Ruhe brauchen oder Schutz suchen.
Wichtig: Der sichere Ort ist frei von Bedrohung und Trauma-Inhalten.
Nur Sicherheit und Geborgenheit sind dort erlaubt.
2. Gestaltung meines sicheren Ortes – mit allen Sinnen
Stell dir den Ort so lebendig wie möglich vor.
Wo befindet sich mein sicherer Ort?
(Naturplatz, Strand, Wald, Zimmer, Fantasieort, ganz Eigenes)
Wie sieht er aus? (Formen, Landschaft, Details, Einrichtung)
Welche Farben sehe ich dort?
Welche Geräusche höre ich dort?
(z. B. Vogelstimmen, Wasserrauschen, Musik, Stille)
Welche Gerüche nehme ich wahr?
(z. B. Blumen, Holz, Meer, frische Luft)
Welche Dinge kann ich dort berühren/spüren?
(z. B. warmes Kissen, Sand, Gras, Decke, Fell)
Wie fühlt sich die Temperatur dort an?
(z. B. warm, angenehm kühl, sonnig)
3. Sicherheit & Grenzen in meinem inneren Ort
Gibt es Mauern, Türen, Tore oder Schutzfiguren, die Sicherheit geben?
Wer darf an diesem Ort sein?
Wer darf nicht an diesem Ort sein?
Gibt es einen „Wächter“ oder ein Symbol der Sicherheit?
Du kannst entscheiden: Dieser Ort gehört nur dir und deinen Anteilen.
4. Nutzung des sicheren Ortes
Wann möchte ich den Ort nutzen?
☐ Bei Überflutung
☐ Bei Panikattacken
☐ Bei Schlafproblemen
☐ In der Therapie
☐ Nach Triggern
☐ anderes: ________________________
Wie komme ich dorthin?
(z. B. durch Atemübungen, inneres Bild, ein bestimmtes Schlüsselwort, Ritual)
Mein Schlüsselwort / mein Ritual für den Zugang:
5. Innerer sicherer Ort & meine Anteile
Welche Anteile fühlen sich dort besonders wohl?
Welche Anteile haben Angst oder wollen nicht dorthin?
Was kann das Erwachsenen-Ich sagen, oder den Ort so umgestalten, um Sicherheit zu verstärken?
Beispiel: „Hier darfst du schlafen, hier darfst du spielen. Niemand wird dich hier verletzen.“
Beispiel: "Ich baue euch noch hier einen Spielplatz hin, mit all den Geräten, die euch Spaß machen und von denen keinen Gefahr ausgeht."
6. Verstärkung & Erinnerung im Alltag
Ein Gegenstand in der Realität, der mich an den sicheren Ort erinnert: _____________
Ein Bild malen oder Foto auswählen, das den Ort symbolisiert.
Ritual entwickeln:
„Immer wenn ich diesen Ort betrete, atme ich tief ein, tief aus und sage: Hier bin ich sicher.“
7. Reflexion – Nach einem Besuch am inneren Ort
Wie leicht konnte ich mir meinen sicheren Ort vorstellen?
☐ leicht ☐ mittel ☐ schwer
Was habe ich gefühlt (Körper, Emotionen)?
Welche Anteile haben sich dort entspannen können?
Was möchte ich beim nächsten Mal noch hinzufügen oder verändern?