Arbeitsblatt "Fühlt mein Körper Sicherheit?"
Viele Menschen mit DIS kennen den Unterschied zwischen „Ich weiß, dass es sicher ist“ und „Ich fühle mich sicher“ – und oft klafft da eine große Lücke.
Dieses Arbeitsblatt soll dir helfen, die Körpersignale für
Sicherheit und Unsicherheit bewusster wahrzunehmen und Schritt für Schritt neue
Erfahrungen von Ruhe und Sicherheit aufzubauen.
1. Körpersignale beobachten
Wie atme ich gerade? Schnell, flach, tief, ruhig?
Wie fühlt sich mein Herzschlag an?
Ist mein Körper angespannt oder entspannt? Wo genau?
Habe ich Energie oder fühle ich mich erschöpft / erstarrt?
2. Sicherheit im Körper spüren – typische Zeichen
Ruhigere, tiefere Atmung
Wärme im Brust- oder Bauchraum
Weichheit in Gesicht und Stimme
Fähigkeit, Blickkontakt zu halten (ohne Zwang)
Beweglichkeit: Arme und Beine wirken frei, nicht blockiert
Gefühl von Verbindung: „Ich bin hier, ich bin im Jetzt“
3. Unsicherheit im Körper spüren – typische Zeichen
Herzrasen oder Druck im Brustkorb
Flache, schnelle oder stockende Atmung
Muskelanspannung (Schultern, Nacken, Bauch)
Zittern, Schwitzen, Unruhe
Kälte oder Taubheit in Gliedmaßen
Leere, Schwere, „wie eingefroren“
4. Meine Körperampel
☐ Grün = Ich fühle mich sicher und verbunden
☐ Gelb = Ich bin angespannt oder im Alarm
☐ Rot = Ich bin überwältigt oder erstarrt
5. Übungen, um Sicherheit zu fördern
Atmung verlängern → 4 Sekunden ein, 6–8 Sekunden aus
Wandkontakt → Rücken gegen die Wand lehnen: Halt spüren
Gewicht spüren → Decke, Kissen oder schwerer Gegenstand auf
den Schoß
Bewegung → Hände reiben, Arme strecken, Füße stampfen
Selbstberührung → Hand auf Herz oder Bauch legen, Wärme
wahrnehmen
6. Persönliche Sicherheitssignale
Mein Körper zeigt mir Sicherheit durch:
Diese Übungen helfen mir besonders:
Dieser Satz beruhigt meinen Körper:
Merksatz:
Sicherheit ist kein Gedanke, sondern auch ein Körpergefühl.Je
öfter du übst, den Körper nach Sicherheit zu befragen, desto leichter wird es,
zwischen Damals und Heute zu unterscheiden.