Arbeitsblatt: Arbeit mit inneren Bildern

Hier geht es darum,  alte traumatische Bilder nicht einfach nur zu ertragen, sondern neu zu gestalten. Das Ziel: Die Vergangenheit würdigen – und gleichzeitig eine neue Erfahrung im Inneren verankern. So wird das Erleben von „Damals“ in die Gegenwart geholt und durch neue, stärkende Bilder überschrieben.


1. Altes Bild wahrnehmen

Welches Bild aus der Vergangenheit taucht auf?

Welche Gefühle löst es aus?

Welche Körperreaktionen spüre ich dabei?


2. Die Szene unterbrechen

Was möchte ich in dieser Situation stoppen?

(Beispiel: Gewalt, Abwertung, Alleinsein …)

Was könnte das Erwachsenen-Ich jetzt tun?

(Beispiel: Dazwischengehen, das Kind schützen, klare Grenzen setzen …)


3. Neue Handlung einfügen

Welche neue Person, Ressource oder Kraft möchte ich ins Bild holen?

(Beispiel: ein Helfer, ein Tier, ein Schutzengel, ich selbst als Erwachsene)

Was passiert jetzt anders?


4. Neues Bild verankern

Wie sieht das neue Bild konkret aus?

Welche Gefühle löst es aus?

⬜ Ruhe ⬜ Sicherheit ⬜ Erleichterung ⬜ andere: __________

Wo im Körper spüre ich den Unterschied?


5. Heilsätze zum neuen Bild

„Heute darf ich das Bild verändern.“

„Ich gebe meinem inneren Kind Schutz und Halt.“

„Das Alte bleibt Vergangenheit – das Neue darf heute wirken.“

„Ich habe die Kraft, einzugreifen und für mich zu sorgen.“

Mein persönlicher Satz:


6. Anwendung im Alltag

Wann möchte ich das neue Bild bewusst abrufen?

(Beispiele: vor dem Einschlafen, in Trigger-Situationen, in Therapie)

Welches Symbol kann mich im Alltag daran erinnern?

(Beispiel: ein Stein, ein Bild, eine Kette …)


Tipp: Manche Betroffene malen beide Bilder auf – das alte und das neue – und sehen so den Unterschied ganz konkret.


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