10 Körperübungen für Erdung & Sicherheit
Wandkontakt in der Hocke
Wirkung:Gibt dem Nervensystem Halt durch zwei feste Flächen (Wand + Boden).
Hilft bei Panik (Hyperarousal), überschüssige Energie abzugeben.
Aktiviert Muskeln, wirkt stabilisierend bei Erstarrung (Hypoarousal).
Beschreibung:
Rücken an die Wand lehnen, Füße 30–40 cm von der Wand entfernt.
In die Hocke gehen, bis Oberschenkel waagerecht sind (wie unsichtbarer Stuhl).
Füße fest im Boden, Rücken spürt die Wand.
30–120 Sekunden halten, dabei ruhig ein- und länger ausatmen.
Füße fest am Boden
Wirkung:Signalisiert dem Nervensystem: „Ich bin stabil.“
Wirkt beruhigend bei Unruhe und belebend bei Leere.
Beschreibung:
Aufrecht hinstellen, Füße hüftbreit.
Zehen krallen sich in den Boden, dann lösen.
Mehrmals wiederholen, Gewicht bewusst spüren.
Handflächen an die Wand
Wirkung:Fester Widerstand beruhigt bei Übererregung.
Druck aktiviert Muskelkraft → fördert Präsenz bei Erstarrung.
Beschreibung:
Vor die Wand stellen, Hände flach auflegen.
Langsam Druck erhöhen, für 5–10 Sekunden halten.
Loslassen und nachspüren. Mehrmals wiederholen.
Knie gegen die Wand (oder Tischkante)
Wirkung:Aktiviert große Muskelgruppen, holt den Körper aus Lähmung.
Macht Grenzen spürbar, vermittelt Kraft.
Beschreibung:
Im Sitzen: Stuhl so verschieben, dass Knie gegen Wand/Tischkante drücken.
Knie kräftig nach vorne drücken, 5 Sekunden halten, lösen.
3–5 Mal wiederholen.
Sich selbst umarmen
Wirkung:Stärkt Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Beruhigt das Nervensystem durch gleichmäßigen Druck.
Beschreibung:
Arme über Brust legen, als würdest du dich selbst umarmen.
Leichten Druck geben, 3 tiefe Atemzüge nehmen.
Danach sanft die Oberarme streicheln.
Leichten Druck geben, 3 tiefe Atemzüge nehmen.
Danach sanft die Oberarme streicheln.
Ball oder Kissen drücken
Wirkung:Baut innere Spannung ab.
Aktiviert Körperkraft und vermittelt Selbstkontrolle.
Beschreibung:
Ball oder Kissen zwischen Hände oder Knien halten.
Kräftig zusammendrücken, 5 Sekunden halten, lösen.
5–10 Mal wiederholen.
Hände reiben
Wirkung:Wärme und Reibung signalisieren Präsenz und Lebendigkeit.
Gut bei Erstarrung, wenn der Körper sich taub anfühlt.
Beschreibung:
Hände fest gegeneinander reiben, bis Wärme spürbar wird.
Wärme bewusst fühlen, über Arme oder Gesicht streichen.
Rücken rollen an der Wand
Wirkung:
Rhythmische Bewegung wirkt beruhigend und erdend.
Hilft bei Nervosität oder Unruhe.
Beschreibung:
Mit dem Rücken an die Wand lehnen.
Knie leicht beugen und den Rücken langsam hoch- und runterrollen.
Dabei gleichmäßig atmen, 1–2 Minuten lang.
Mit dem Rücken an die Wand lehnen.
Knie leicht beugen und den Rücken langsam hoch- und runterrollen.
Dabei gleichmäßig atmen, 1–2 Minuten lang.
Schultern gegen die Wand
Wirkung:Macht Körpergrenzen spürbar.
Hilft, sich zu stabilisieren, wenn man sich „zu weit draußen“ fühlt.
Beschreibung:
Seitlich an die Wand stellen, Schulter anlehnen.
Druck sanft erhöhen, 10 Sekunden halten, loslassen.
Abwechselnd rechte und linke Seite.
Stand wie ein Baum
Wirkung:Stärkt Gleichgewicht und Bodenhaftung.
Fördert Ruhe und innere Zentrierung.
Beschreibung:
Füße hüftbreit aufstellen, Arme locker hängen lassen.
Leicht nach vorne und hinten wippen, Gleichgewicht spüren.
Still werden, 5 tiefe Atemzüge nehmen.
Alle Übungen funktionieren nach demselben Prinzip:
fester Halt + bewusste Wahrnehmung = Signal von Sicherheit.