Arbeitsblatt: "Emotionale Präsenz bei DIS verstehen und entwickeln"

Teil 1 – Selbstreflexion: Mein aktueller Stand

1. Wie erlebe ich meine emotionale Präsenz im Moment?
☐ Meist präsent
☐ Schwankend
☐ Oft dissoziiert
☐ Emotional taub
☐ Stark anteilsabhängig
Beschreibe typische Situationen:
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2. Woran merke ich, dass ich emotional nicht präsent bin?
☐ Leerer Blick
☐ Gefühl von „weg sein“
☐ Körper angespannt oder taub
☐ Reizbarkeit
☐ Rückzug ohne Erklärung
☐ „Weiß nicht“-Antworten
Eigene Anzeichen:
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Teil 2 – Innere Landkarte
Übersicht meiner Anteile und ihre Beziehung zu Nähe


Anteil 1:
Seine Rolle im System:
Beziehung zu Emotionen:
Beziehung zu Nähe:
Typische Reaktion in Beziehungen?

Anteil 2:
Seine Rolle im System:
Beziehung zu Emotionen:
Beziehung zu Nähe:
Typische Reaktion in Beziehungen: 

Vertiefung pro Anteil
Anteil: ___________________________
• Was will dieser Anteil schützen?
• Wovor hat er Angst?
• Was braucht er, um Nähe zu erlauben?
• Was würde ihn beruhigen?
Notizen:
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Teil 3 – Meine Trigger rund um Nähe
Nähe wird schwierig, wenn…
☐ ich müde bin
☐ ich gestresst bin
☐ Kritik kommt
☐ Konflikt entsteht
☐ jemand weint
☐ körperliche Nähe entsteht
☐ ich mich abhängig fühle
Eigene Trigger:
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Was passiert dann typischerweise?
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Teil 4 – Meine Präsenz-Fenster
Emotionale Präsenz ist nicht konstant.
Ich bin eher emotional präsent, wenn…
(z. B. bestimmte Tageszeit, nach Ruhephase, bei klarer Struktur)
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Ich bin eher nicht emotional präsent, wenn…
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Was brauche ich vor emotionalen Gesprächen?
☐ 30 Minuten Ruhe
☐ Körperliche Regulation (Spaziergang, Duschen)
☐ Klare Ankündigung
☐ Begrenzte Gesprächsdauer
☐ Safe-Signal
Eigene Bedürfnisse nach Gesprächen:
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Was brauche ich nach emotionalen Gesprächen?
Emotionale Gespräche können für ein DIS-System viel Energie kosten – auch wenn sie gut verlaufen sind. Regulation danach ist kein Luxus, sondern Stabilisierung.
☐ Zeit allein
☐ Körperliche Erdung (Dusche, Decke, Tee, Spaziergang)
☐ Schlaf / Rückzug
☐ Musik
☐ Schreiben / Tagebuch
☐ Austausch mit einem inneren Anteil
☐ Körperkontakt
☐ Klare Struktur (z. B. Haushaltstätigkeit)
☐ Bestätigung: „Wir sind sicher.“
Eigene Bedürfnisse nach Gesprächen:
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Teil 5 – Kommunikationshilfe für Partnerschaften
1. Wenn ich merke, dass ich dissoziiere, kann ich sagen:
• „Ich bin gerade nicht ganz da.“
• „Ein Anteil zieht sich zurück.“
• „Ich brauche 20 Minuten Pause.“
Eigene Formulierung:
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2. Was mein Partner wissen sollte
• Rückzug ist Schutz, kein Liebesentzug
• Inkonsistenz ist Fragmentierung, keine Manipulation
• Nähe kann Trigger sein, auch wenn Sicherheit da ist

3. Was ich vom Partner brauche
☐ Geduld
☐ Klare Ansprache
☐ Keine Vorwürfe bei Rückzug
☐ Konkrete Fragen statt „Was ist los?“
☐ Körperliche Erdung (Hand halten etc.)
Eigene Wünsche:
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Teil 6 – Co-Bewusstsein stärken
Mini-Check im Alltag (3 Minuten)
  • Wer ist gerade vorne?
  • Wie fühlt sich mein Körper an?
  • Wie hoch ist meine Dissoziation (0–10)?
  • Ist ein Gespräch gerade sinnvoll?

Notfallkarte für emotionale Überforderung
  • Wenn Nähe zu viel wird:
  • Pause ankündigen
  • 5-4-3-2-1 Grounding
  • Kaltes Wasser
  • Atmung 4-6 Rhythmus
  • Inneren Beschützer ansprechen
  • Eigene Skills:
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Teil 7 – Selbstmitgefühl
Kreuze an, was sich wahr anfühlt:
☐ Ich bin nicht kaputt.
☐ Mein System hat überlebt.
☐ Nähe ist schwer – aus gutem Grund.
☐ Heilung ist ein Prozess.
☐ Kleine Schritte zählen.


Teil 8 -  Abschlussreflexion
Was wäre ein realistischer nächster kleiner Schritt in Richtung emotionaler Präsenz?
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Was ist heute schon besser als früher?
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Teil 9: (Zusatz) Paar-Reflexionsbogen für Partner*innen
  • Wann fühle ich mich dem System nah?
  • Wann fühle ich Distanz?
  • Wie reagiere ich auf Rückzug?
  • Wo brauche ich selbst Unterstützung?

Emotionale Präsenz bei DIS ist kein Schalter.

Sie ist ein Trainingsfeld.
Nicht perfekt.
Nicht linear.
Aber entwickelbar.


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