Arbeitsblatt: "Mit Ablehnung umgehen"

Arbeitsblatt: "Mit Ablehnung umgehen"


1. Situation erkennen

Beschreibe eine Situation, in der du Ablehnung erlebt hast:

Wer hat mich zurückgewiesen? _________________________

Was genau wurde gesagt/getan? _________________________

Wie habe ich es verstanden? ____________________________

Intensität des Schmerzes (0–10): ________________________


2. Alte Botschaften vs. Heutige Realität

Notiere, welche alten Sätze dabei hochkommen – und wie dein Erwachsenen-Ich heute antworten kann.


Alte Botschaft / Anteil: 

„Ich bin nicht liebenswert.“          
„Wenn ich abgelehnt werde, bin ich schuld.“                              
„Ohne Nähe überlebe ich nicht.“          
 

Heutige Realität (Erwachsenen-Ich)

"Mein Wert hängt nicht davon ab, ob jemand bei mir bleibt."
"Damals war ich Kind. Heute ist Ablehnung keine Schuldfrage."
"Heute kann ich überleben - mit Freunden, Ressourcen, Selbstfürsorge."

Notiere, welche alten Sätze dabei hochkommen – und wie dein Erwachsenen-Ich heute antworten kann.


3. Innere Stimmen sortieren

Kind-Anteil: „__________________________“

Kritiker-Anteil: „_______________________“

Beschützer-Anteil: „____________________“

Erwachsenen-Ich: „_____________________“

Frage deine Anteile:

Wovor willst du mich schützen?

Wann hast du das gelernt?


4. Realitätsanker im Jetzt

Wenn Ablehnung dich überschwemmt, fülle diesen Block bewusst aus:

Heute ist: ______________ (Datum)

Ort: ___________________

Ich bin ___ Jahre alt.

Ich habe Verbündete: __________________________

In diesem Moment droht keine Gefahr.


5. Körperübungen – Soforthilfe

Kreuze an, was dir hilft (oder ergänze):

 Rücken an die Wand lehnen

 Kissen auf den Schoß legen

 4 ein – 8 aus atmen

 5 Dinge im Raum benennen (sehen, hören, fühlen)

 Glas Wasser in drei Schlucken trinken

 Satz laut sprechen: „Heute bin ich erwachsen. Ich überlebe auch Ablehnung.“


6.  Ressourcen-Korb

Schreibe 3 Dinge auf, die dir zeigen: „Ich bin genug, auch ohne diese Beziehung.“

Beispiele: 

  • Ich habe in meinem Alltag Aufgaben gemeistert – z. B. eingekauft, gekocht, etwas sortiert. Das zeigt mir: Ich wirke und gestalte, unabhängig davon, ob jemand an meiner Seite ist.
  • Ich habe Menschen, die mich sehen und wertschätzen – sei es eine Freundin, mein Kind, Kolleg*innen oder jemand aus der Selbsthilfe. Diese Kontakte bestätigen: Ich bin verbindungsfähig, auch ohne diese eine Beziehung.
  • Ich habe innere Stärken, die mich tragen – meine Klarheit, meine Fähigkeit, durch schwere Zeiten zu gehen, meine Kreativität. Diese Qualitäten sind Teil von mir, sie verschwinden nicht, wenn jemand geht.


7. Reflexion

Was habe ich aus dieser Situation gelernt? __________________________

Was stärkt mein Erwachsenen-Ich am meisten? _______________________

Welchen Schritt probiere ich beim nächsten Mal zuerst aus? ___________